Wöchentlich erscheinen meine Newsletter. Zwei Mal hintereinander hatte ich es nicht geschafft. Meine Lesenden hatten keinen Newsletter von mir bekommen. Viele meiner Vorhaben hatte ich konzentriert umgesetzt, anstrengende Passagen gemeistert, den Gipfel erreicht. Dort oben angekommen ging mir schließlich die Luft zum Schreiben aus.

Pause.

Pause.

  • Unterbricht Bestimmtes.
  • Raum, ohne diesem Bestimmten.
  • Hat Anfang und Ende.
  • Dauert kürzer oder länger.
  • Je nach Pause.

Idealerweise setzt du Pausen so bewusst wie Komponisten in ihren musikalischen Werken.

Bekommen Pausen keinen (Lebens-)Raum, kann leicht Folgendes in unserem gesellschaftlich gewohnten Alltag passieren:

Müde Strähnen, die sich vor den abgekämpften Blick ins Gesicht hängen. Gehetzte Bewegungen. Nahtloses Aneinanderreihen von ToDo’s. Alles auf „Erledigenmodus“.

Pause?

Dafür ist jetzt wirklich keine Zeit. Überhaupt! Die letzte Zeit. Eine einzige Anstrengung. Spannende neue Aufgaben wiegen schwer neben dem Alltäglichen, verlieren ihren Reiz, werden zur Last. Vorfreudig geplante Ereignisse, die nun vor der Tür stehen, verkommen zum „Das jetzt auch noch …“  Ein Kraftakt jagt den nächsten. Wie das alles stemmen? Schaffen?

Scharf und treffend fliegen die Worte. Ordnen an. Stellen klar. Geben Gas. Keine Zeit für lange Diskussionen. Keine Zeit für Empfindlichkeiten. Führt außerdem zu eh nichts … Außer Aufregungen und Ärger. Das Werk muss laufen, die Leute funktionieren, die Welt in Ordnung gebracht werden.

Pause.

Pause!

Pausen unterbrechen.
Pausen wirken.
Beim Sprechen. Beim Arbeiten. Beim Reisen. Beim Sport. In der Musik. Überall.

Pausen in Musikstücken sind so wichtig, wie die Töne selbst. Klar definiert, mal kürzer, mal länger. So wirken sie! Auf dich. In dir. Auf andere.
Ist mit allen Pausen so!

Brauchst auch du mal Pause?
Oder möchtest du bewusst eine der folgenden Pausen in deinem Leben setzen?
Um positive Wirkung zu erzielen.

Nachdenkpause. Ideale Pause, bevor du Entscheidungen triffst, Wichtiges tust oder sagst.

Startpause. Pause zum Auftakt in der Musik. Kleine Pause, bevor du etwas Wichtiges ankündigst und dir so Aufmerksamkeit holst. Kraftvolle Pause, bevor du Großes eröffnest oder Mutiges wagst.

Nachwirkpause. Pause, nachdem du Gehaltvolles ausgesprochen hast und anderen Raum gibst, es auf sich wirken, nachklingen zu lassen. Deinen Inhalt aufzunehmen.

Nachwirkpause. Pause, wenn du Bedeutsames gehört hast. Wenn du dir Raum nimmst, das Gehörte zu begreifen. Es nachschwingen lässt.

Zwischenpause. Pause zwischen Akten, zwischen Themen, zwischen Arbeit und Heimkommen, zwischen Gesprächen, zwischen …

Atempause. Das UND zwischen Einatmen und Ausatmen und Einatmen und …

Sprechpause. In Gesprächen. Ideal, wenn du sie zum Zuhören nutzt.

Verschnaufpause. Kurz Luft holen. Weiter geht’s! Mit was auch immer: Arbeiten, Putzen, auf den Berg gehen, Themen bearbeiten…

Entspannungspause. Wenn du dich beim Luft holen hinsetzt. Du dir erlaubst, Anspannung, Konzentration, Intensität loszulassen – und nichts tust (nicht Handy schauen, nicht quatschen, tratschen, nicht Liegengebliebenes erledigst, nicht…) Nichts, außer dich zu entspannen.

Orientierungspause: Platz nehmen. Viel geschafft. Was hast du zu feiern? Was möchtest du anders machen? Was ist dir wichtig? Was ist dein Ziel? Welche sind deine Absichten? Welche deine nächsten kleinen Schritte?

Ruhepause. Vergangene Anstrengungen gehen lassen, Energie tanken. Dich erholen.

4‘ 33‘‘ – John Cage’s Pause – eine kunstvolle Einladung zum Thema 🙂

Sommerpause.

Das, was ich mache, ist Übungsabendpause. Ab sofort. Am Montag, den  13.09. geht es dann mit den Übungsabenden wieder weiter: jeden Montag von 19 – 21 Uhr.

Welche Pause machst du? Wenn du magst, kannst du mir schreiben. Ich freue mich darauf.

Herzlichst
Irmgard

PS: Mein Schreiben fließt weiter. Du liest also auch die kommenden Wochen von mir. Anregendes, Nachdenkliches, Inspirierendes zum Thema LebensWERT leben und WERTvolle Kommunikation.