Du hast die Gewaltfreie Kommunikation kennengelernt und bist nun ganz begeistert!

Warum, was wie gemacht wird, ist dir einleuchtend und du hast vielleicht schon deine ersten Erfolge verbuchen können:

  • Du hast um etwas gebeten (was dir nicht so leicht gefallen ist) und wie von Zauberhand hat dein Gegenüber einfach “ja” gesagt und es gemacht.
  • Bei Themen, die dich beschäftigt haben, hast du erkannt, dass du mehr als 1 Möglichkeit hast, damit umzugehen. Das hat dich voll entspannt.
  • Du hast andere Zugänge zu Themen gefunden und flexible Lösungen.

 

Mit dem Trubel des Alltags kehrt die Gewohnheit zurück.

Immer seltener denkst du an die Gewaltfreie Kommunikation.

Du redest “ganz normal”.

Und häufig klappt das ja auch ganz gut.

Doch dann entstehen Situationen, so plötzlich, da hättest du diese besondere Klarheit gerne schnell zur Hand.
“Wie komme ich schnell auf meine Bedürfnisse?”, fragst du dich.
Doch da ist nichts. Keine Verbindung. Kein Wort, das in dir auftaucht.
Nur mächtig Dampf!

Gut, wenigstens das kannst du benennen. Nämlich, dass du richtig sauer bist!
Und du weißt auch, an wem es liegt!!!
Nein, nicht an dir. 😉

Wenn es schon nicht in der Akutsituation geht, dann möchtest du die Sache zumindest in Ruhe nachbesprechen.
Jetzt packst du die Gewaltfreie Kommunikation aus.
Bemühst dich redlich.
Schön zu sprechen.
Klar zu sagen, was Sache und deine Beobachtung ist.
Erklärst deine Gefühle und Bedürfnisse.
Ein frommer Wunsch geht sich noch aus. Klingt doch eh wie eine Bitte.

Und dann, halt dich fest, bekommst du als Dankeschön womöglich folgende Antworten:

“Warst du in einem Seminar?”
“Mei bitte, fang’ jetzt nicht damit an. Red bitte normal und sag, was du willst!”
“Immer, wenn dir was nicht passt, kommst du damit.”

Ja, das kann passieren.
Wenn dein Umfeld registriert, dass du immer dann “komisch” zu reden anfängst, wenn es ein Problem gibt. Oder eine Störung. Oder eine Kritik.
Sobald es das gelernt hat, kann es ein, dass in diesem Moment ihre inneren Alarmglocken so laut schrillen und sie dich nicht richtig hören.
Dir gar nicht richtig zuhören wollen!
Dabei meinst du es gut. Willst in Verbindung kommen.
Sehnst dich danach, richtig verstanden zu werden.

 

Wie du die Gewaltfreie Kommunikation in den Alltag bringen kannst

 

Es geht hier jetzt nicht um die 4 Schritte!

Es geht darum,

  • dich selbst wahrzunehmen, mit deinen Bedürfnissen in Kontakt und Verbindung zu kommen, Klarheit bekommen.
  • die anderen wahrzunehmen, mit ihren Bedürfnisse und gemeinsam in Kontakt und Verbindung zu kommen.
  • Gespräche und gemeinsame Zeit so zu gestalten, dass sich alle wohlzufühlen. Beruflich und privat.

 

All das, was ich dir zeige, kannst du auch tun, auch wenn die anderen

  • nichts davon wissen
  • nichts davon halten
  • sich nicht damit beschäftigen wollen (nur weil du so begeistert bist)

 

 

Es ist ein Unterschied

ob du über deine Bedürfnisse sprichst,
oder ob du ein Konfliktgespräch führst
und fokussiert sein musst auf deine Argumente
und du deine Position verteidigen oder erklären musst.

 

 

Lenke grundsätzlich den Fokus

  • weg von “Was passt nicht und soll passend gemacht werden”
  • hin zu “Was brauchen wir. Was wollen wir?”

 

SO KANNST DU ÜBER DEINE BEDÜRFNISSE SPRECHEN, WENN DU ES NICHT GEWOHNT BIST.

Themen zu denen du dich vorab mit anderen besprechen kannst – beruflich und privat – gibt es zuhauf!

  • die kommende Woche
  • das Wochenende
  • der Ausflug: Familien-, Partnerschafts-, Betriebsausflug
  • Sommerurlaub, Winterurlaub, ein verlängertes Wochenende
  • Weihnachten
  • Silvester
  • eine besondere Veranstaltung
  • eine Feier
  • dieser Tag, also HEUTE.
  • Heute Abend

 

Wie ist das bei dir, wenn es um Themen solcher Art geht?

Bleibst du auf der Ebene des Organisatorischen?

  • Wer, was, wann wie macht / unterbringt / auch noch schafft / auch noch mitnimmt.
  • Was Ihr nicht vergessen dürft.
  • Und auch noch machen müsst.
  • Was erledigt gehört.
  • Was sich nicht mehr ausgeht.

 

Das Denken in ToDo’s findet sich sprachlich in Besprechungen wieder.

Die neue Woche, das Wochenende, etwas anderes steht an?

Geh es doch mal in Bedürfnissprache an:

 

Schritt 1: Frag dich selbst

Was ist dir wichtig für diese Sache?
Also für diese Woche / dieses Wochenende / diese Feier /  __________?

Wenn es dir schwerfällt, auf Bedürfnisse zu kommen, nutz doch die sprache-verbindet Bedürfniskarten.

In dem Moment, wo du die Worte siehst, merkst du sofort, was dir wichtig ist!

Deine Antworten könnten beispielsweise lauten:

  • Mir ist wichtig, dass wir weiterkommen. Dass wir Themen X und Y abschießen und ein Hakerl machen können.
  • Mir ist wichtig, dass wir Spaß haben. Dass wir Dinge unternehmen, die wir gerne machen und wo wir auch was zu lachen haben.
  • Mir ist wichtig, dass wir es ganz entspannt angehen. Überleg dir ein, zwei Sätze dazu, was das für dich bedeutet.

 

Schritt 2: Sobald du das für dich klar hast, sprich “das Thema” an:

  • gemütlich noch im warmen Bett oder beim gemeinsamen Frühstück
  • im Beruflichen beim gemeinsamen Kaffee oder Tee in der Früh, wenn Ihr Euch abstimmt.
  • Stell sicher, dass “die Leitung frei ist”, also dass dein Gegenüber im Kopf gerade frei ist und etwas Aufnehmen und Bereden kann.

 

Schritt 3: Stell sicher, dass “die Leitung frei ist”.
also dass dein Gegenüber im Kopf gerade frei ist und etwas Aufnehmen und Bereden kann.

 

Schritt 4: Starte mit dem, worauf du dich beziehst:

Hier sind 2 beispielhafte Satzeinleitungen für dich.

  • “In Bezug auf diese Woche / dieses Wochenende / …
  • “Ich habe gerade an diese Woche / dieses Wochenende / …. gedacht.

 

Schritt 5: Schließ gleich damit an, was dir wichtig ist dazu:

Hier sind beispielhafte weiterführende Sätze für dich.

  • Mir ist wichtig, dass wir Spaß haben. Dass wir Dinge unternehmen, die wir gerne machen und wo wir auch was zu lachen haben.
  • Meine Absicht ist, dass wir es ganz entspannt angehen.
  • Meine Absicht ist, dass wir weiterkommen. Dass wir Themen X und Y abschließen und ein Hakerl machen.

Wie du siehst, verwende ich nicht nur das “Bedürfniswort” an sich, sondern sag es in meinen Worten. Ich beschreibe in 1 – 2 Sätzen, was es für mich bedeutet und wie ich es meine.


Schritt 6: Frag nun dein Gegenüber / deine Familie / dein Team:

Was ist dir dazu wichtig?
Worauf legst du Wert?

Beachte nun Folgendes:
Der / Die andere hatte noch keine Zeit, sich vorab darüber Gedanken zu machen. Es kann also sein, dass er / sie erst einmal nachdenken muss.
Gib ihm / ihr die Zeit. Du wünscht dir ja gehaltsvolle Antworten und ein WERT-VOLLES Gespräch!

Schritt 7: Ihr sammelt so, was Euch gemeinsam wichtig ist: Dir und dem / den anderen!
Wenn Ihr alles gesammelt habt, überlegt gemeinsam, wie Ihr das Thema nun am besten gestaltet.

Schritt 8: Lass dich überraschen, was aus so einer Herangehensweise alles entstehen kann!

 

 

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# Tipps für die praktische Anwendung der Gewaltfreien Kommunikation im Alltag

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Online am
+  Dienstag, den 29. Dezember 2020 von 19:00 – 21:30
+ Mittwoch, den 30. Dezember 2020 von 10:00 – 12:30

 

 

 

SPIELE MIT DEINEN ALLTÄGLICHEN KLEINEN BITTEN

 

Stell dir vor, du möchtest im Alltag um etwas Einfaches bitten:

  • dass dir jemand beim Kochen hilft,
  • die Wohnung saugt,
  • etwas vom Einkaufen mitbringen,
  • dass eine Mitarbeiterin eine halbe Stunde länger im Dienst bleibt,
  • dass du für einen bestimmten Tag frei bekommst,
  • jemand die Lieferung verräumt.

Diese “Kleinigkeiten” eignen sich super zum Üben!

Das Wichtigste dabei ist die Gesprächsvorbereitung!
Allein durch diese Maßnahme, erhöhst du deine Chancen enorm, dass das Gespräch gut gelingt!

Jedes Mal, wenn du jemand anderen ansprichst, hast du die Zeit, dich kurz vorzubereiten!

Alles, was du dazu brauchst, sind 3 B!

Dadurch erhöhst du deine Chancen enorm, dass du gehört und ernst genommen wirst!
Beim 1. Mal!
Und es gut ankommt.

Auch die Kooperationsbereitschaft steigt gigantisch!

Was sind nun diese 3 B?

1. B = BEOBACHTUNG  – Worauf du dich beziehst

Ganz sachlich: Worauf beziehst du dich? Auf welche Fakten? Was ist Sache?
Welche Informationen braucht dein Gegenüber? – Sei dabei ganz sachlich, lass jegliche Bewertung weg!

2. B = BEDÜRFNIS – Worum es dir geht / Was dir wichtig ist. (nur bei Bedarf und wenn es Sinn macht, mit Gefühl)

Geht es dir um Informationsweitergabe, um Austausch, um Klarheit, Beratung oder Organisation?
Geht es dir um Gehört und Verstanden werden oder um Unterstützung oder etwas anderes?

Was auch immer es ist, jedes Mal, wenn du jemand anderen anspricht, hast du einen guten Grund, das zu tun.

Diesen guten Grund für dich zu kennen, ist sehr wichtig!

Denn Menschen sind gerne bereit, beizutragen und etwas für andere zu tun, wenn sich 2 Kriterien erfüllen:

  1. Es macht Sinn – deshalb ist es günstig für dich, dein Bedürfnis zu kennen und mitzuteilen.
  2. Die Freiwilligkeit:

Das kannst du selber an dir testen: Ist es lieber, wenn man von dir etwas fordert, oder wenn du gebeten wirst?

3. B = BITTE – Was du jetzt gerne hättest. Ganz konkret.

 

Sobald du diese 3 Fragen für dich klar beantworten kannst, sprich den / die andere an.

Stell sicher, dass er / sie gerade “die Leitung frei” hat und dir von Beginn an gut zuhören kann.

Dann leg los 🙂

B: Ich bin beim Kochen
B: und würde Hilfe brauchen
B: kannst du bitte die Kartoffeln schälen?

B: Die Lieferung ist gekommen.
B: Ich bräuchte Unterstützung.
B: Kannst du mir bitte beim Wegräumen helfen?

Welche sind deine alltäglichen Bitten?

 

TRÄUME / ZIELE / WERTE ZU GESPRÄCHSINHALTEN MACHEN

 

Schaffe “Räume”, in denen es um Träume geht.

Wovon träumst du?

Generell oder in Bezug auf ein bestimmtes Thema, wie Wohnen, Arbeiten, Partnerschaft, Sexualität, …

Welche Ziele möchtest du erreichen?
Das ist nicht nur eine Frage für Silvester!
Welche Ziele hast du in diesem Quartal / Halbjahr / Jahr?
Welche in den nächsten 3 / 5 / 7 / 10 Jahren … in deinem Leben?

Träum der Frage nach: Was würdest du tun, wenn Zeit und Geld keine Rolle spielen würden?

Wichtig: Es geht nur mal darum, zu träumen. Sich erlauben zu träumen, einzutauchen, sich etwas auszumalen.
In Gedanken Bilder und Filme auf eine unsichtbare Leinwand der Zukunft zu werden.
Sich das vorzustellen.
Zu spüren, wie sich das anfühlt.
Was dann ist.
Wie das wäre …

Ohne ein: “Das geht aber nicht. Das ist nicht möglich. Du weißt ja, dass das bei uns nicht geht, …”

Sondern nur Raum für Träume.

Raum, um Ziele zu beschrieben, immer genauer zu werden, mit jedem Mal, sie herauszuschälen.

Sich alles erlauben! Von allem träumen dürfen und es dem Partner sagen.

Welche Werte sind dir wichtig und möchtest du mehr oder anders leben?
Auch eine Frage, der du und Ihr nachhängen könnt.

Auch im Beruf!
Gebt Euch Zeiten, wo Ihr Euch erlaubt zu träumen: für Euer Team, für Eure Ergebnisse, …

 

MINI-INTERVENTIONEN AUSPROBIEREN

 

Einfach “nur” zuhören üben.
Die anderen ausreden lassen, Pausen machen lassen, tiefer tauchen lassen.
Einfach aufmerksam und interessiert empathisch zuhören.
Wahrnehmen, wenn sich deine Gedanken / deine Ratschläge / deine Ideen / deine Meinungen melden.
Spar dir deinen Senf!
Hör einfach nur zu.
Und beobachte, was passiert.

 

Beobachte.
Geh durch einen deiner Tage.
Beobachte, was rund um dich passiert.
Nimm deinen Partner, deine Kinder wahr:
Was reden sie? Wie tun sie?
Schau, als würdest du sie zum ersten Mal im Alltag sehen.
Kommentiere nicht. Sag nichts dazu.
Beobachte nur!

Geh in deine Arbeit.
Grüße freundlich und tu, was auch immer du zu tun hast.
Beobachte deine KollegInnen und alle mit denen zu tun hast:
Was reden sie? Wie tun sie?
Lass jegliche Bewertung weg.
Beobachte neugierig, interessiert!
Als hätten sie sich mitten in einen Film gebeamt.

 

WERTSCHÄTZUNG AUSDRÜCKEN

 

Frag dich selbst am Abend: Was war heute gut? Zufriedenstellend?

Wer hat was gemacht und dir so dein Leben bereichert? Dein Leben verschönert?
Welche Bedürfnisse haben sich dadurch für dich erfüllt?

Sag danke!
Sag dazu, welchen WERT das für dich hat, was der / die andere für dich getan hat.

Auch ich sage DANKE!
Bei unserem letzten Übungsabend vor Weihnachten geht es in die Tiefe zum Thema WERTSCHÄTZUNG.
Darum schenke ich diesen Abend allen, die dabei sein wollen.

Ich lade auch dich herzlich dazu ein!
Melde dich mit 1 Klick auf das Bild an!

 

Mit 1 Klick auf das Bild kannst du dich anmelden und dabei sein!

ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN

Wie beim Lernen einer Fremdsprache braucht es Übung, Übung, Übung.
Je mehr du übst, umso besser merkst du dir das Gelernte und kannst es leichter abrufen.
Je öfter du übst, auch mit unterschiedlichen Gesprächspartnern, umso rascher bekommst du ein Gefühl für die Sprache.
Du lernst dich immer besser auszudrücken. Auch wenn dein Wortschatz noch begrenzt ist.
Er wächst.
Mit jedem Mal üben.

Wenn du Üben und Dranbleiben möchtest, biete ich praktische Möglichkeiten online:

Klick aufs Bild zur Anmeldung für den Übungsabend und du bist dabei!

 

Übungsabende, jeden Montag von 18 – 20 Uhr –

hier ist FREIHEIT großgeschrieben.

Die Abende sind offen für alle.

Ob du gelegentlich oder regelmäßig kommst:

Wann immer du dabei sein willst, bist du herzlich willkommen. 

 

 

 

 

Jahrestraining LebensWERT leben –  Für echte Dranbleiber!
Hier wächst du gemeinsam mit anderen über 10 Monate in einer geschlossenen Gruppe. Nach und nach entdeckst du, was du mit den 4 Schritten alles machen kannst und tauchst tiefer. Gestaltest dein Leben mehr und mehr nach deinen Bedürfnissen und Werten. Klick hier für mehr Infos!

 

Jede Menge Ideen!

Wie geht es dir jetzt?

Was möchtest du ausprobieren?

Womit möchtest du “spielen”?

Schreib mir doch in die Kommentare-Box! Ich freue mich darauf, von dir zu lesen!

Herzlichst,
Irmgard